COMÚN Recherche Stipendium

Knapp besetzte Redaktionen, hoher Zeitdruck und eine spärliche Medienförderung, die sich nur an Reichweite und nicht an Qualität orientiert. Das sind nur ein paar der Gründe dafür, warum sich zeitintensive Tiefenrecherchen in den meisten Medienhäusern viel zu selten ausgehen. Insbesondere Freie Journalist*innen stehen neben dem Zeit- auch unter einem hohen Kostendruck, der keine aufwändige Recherchen zulässt. 

Wir wollen daher Journalist*innen dabei unterstützen genau hinzusehen und sich mit dem vielen Themen intensiv zu beschäftigen, die zwar von hoher Relevanz für die Gesellschaft sind, aber im Medienalltag untergehen.

Über das COMÚN Recherche Stipendium

  • Für die Dauer von sechs Monaten werden jeweils 500 Euro monatlich in Form einer Aufwandsentschädigung ausbezahlt. 
  • Auf Wunsch der Stipendiat*in kann, wenn notwendig auch eine geringfügige Anstellung für diese sechs Monate erfolgen.
  • Zusätzlich können bis zu 500 Euro an Reisespesen und oder anderen Aufwandsersatz, wie beispielsweise Material- oder Fahrtkosten verrechnet werden.
  • Die Beirät*innen des Recherchefonds stehen für Recherchefragen und Feedbackgespräche zur Verfügung.

Dauer der Ausschreibung

Von 1.März bis 30.April 2022

Notwendige Unterlagen

  • Lebenslauf 
  • Leseproben (zwei bis drei aussagekräftige Beiträge)
  • Umriss und Begründung des Recherchethemas
  • Kurzes Konzept (Abriss auf ein bis maximal zwei Seiten)
  • Zeitplan für die Erstellung des Werkes

Kriterien für den Erhalt des Stipendiums

  • Das Recherchethema muss mit den Stiftungsgrundsätzen und dem Stiftungszweck von COMÚN entsprechen. Das Recherchethema soll einen sozialen und ökologischen Bezug haben.
  • Das Recherchethema sollte eine besonders relevante, interessante oder neue These oder Frage verfolgen und bisher medial wenig bearbeitet wurde.
  • Recherchen im Ausland werden nur gefördert, wenn die Recherche vor Ort begründet ist und die Recherche einen Bezug zu Österreich aufweist.
  • Das Konzept sollte den originären Ansatz und einen investigativen Charakter des Recherchevorhabens erkennen lassen. 

Beirat

Magdalena Baran-Szoltys

ist Literatur- und Kulturwissenschafterin & forscht als Stipendiatin des FWF in ihrem Postdoc-Projekt zu Ungleichheiten & Transformation an der Universität Wien.

Eugen Freund

ist Journalist, war u.a. Auslandskorrespondent und Büroleiter des ORF in Washington DC und Moderator der ZiB. Von 2014 bis 2019 war er Mitglied des Europäischen Parlaments.

Ines Schwerdtner

ist Chefredakteurin des deutschsprachigen Jacobin Magazins, Co-Host des Podcasts halbzehn.fm, Politanalystin und Autorin.

Arne Semsrott

arbeitet bei der Open Knowledge Foundation, ist Projektleiter von FragDenStaat.de, im Vorstand von LobbyControl & im Beirat des Whistleblower-Netzwerks.

Bewerbungen bitte an:

recherchefonds@gemeinwohlstiftung.at